FAZ berichtet über aktuelle Studie: Digitale Transformation: Wie weit sind die DAX 30?


26.02.2018 Auflage 291142 Svs. FRANKFURT 25. Februar. Je größer ein Konzern ist, desto stärker rückt die digitale Transformation in den Fokus seiner Tätigkeiten. Die am Umsatz gemessenen fünf größten Unternehmen im deutschen Aktienindex (Dax) – Volkswagen, Daimler, Allianz, BMW, und Siemens – treiben die digitale Veränderung von Geschäftsprozessen im Durschnitt deutlich schneller vorran als die fünf umsatzschwächsten. Einzig der Medienkonzern Pro Sieben Sat 1 Media sticht aus diesem Quintett positiv heraus und führt gemeinsam mit der Deutschen Telekom und Daimler sogar den „Digital Index“ der Computermesse Cebit an. In deren Auftrag haben Berliner Wissenschaftler die Geschäftsberichte aller 30 Dax-Konzerne in den Jahren 2014 bis 2016 mit Blick auf die digitale Ausrichtung durchforstet. Es zeigte sich eine konträre Entwicklung sagt Studienautor Julian Kawohl. „Die Analyse bestätigt die grundsätzliche Einschätzung, dass Unternehme mit Fokus auf den Endkunden auch digital vorne liegen“. An der Spitze lägen Branchen wie Medien und Telekommunikation, die wegen der digitalen Disruption unter starkem Veränderungsdruck stünden und digital um ihre Kunden kämpfen müssten. Schlusslichter seien die Immobilien-, Medizintechnik- und Rohstoffbranche. Insgesamt habe sich die Berichterstattung zur Digitalisierung in den Geschäftsberichten währen des beobachten Zeitraums aber nahezu verdoppelt. Während die Unternehmen mit dem höchsten Digitalisierungsrad dabei vor allem die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle beschrieben, seien jene am anderen Ende der Skala vor allem noch mit der IT-Optimierung der eignen Prozessen beschäftigt.

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Prof. Dr. Julian Kawohl

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