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Zukunft gemeinsam gestalten!

Gastbeitrag von Dr. Stefan Kohn, Vice President Telekom Design Gallery // Deutsche Telekom AG

Schaut man sich die Liste der aktuellen Wirtschaftsbestseller an, so fallen zwei Bücher neben den üblichen Ratgebern zur Selbstoptimierung auf: Robert J. Gordon’s „Rise and Fall of American Growth” und die „Elon Musk“-Biographie von Ashlee Vance. Auf der einen Seite ein eher pessimistisches Werk, welches die Kernhypothese vertritt, dass die westliche Welt in den nächsten Jahrzehnten ohne wirtschaftliches Wachstum auskommen muss. Dies führt dazu, dass die heranwachsende und folgende Generationen mit einem geringeren Wohlstandsniveau auskommen müssen als ihre aktuell lebenden Vorfahren. Ein Grund für das nachlassende Wachstum sieht Gordon im Mangel an relevanten, produktivitätssteigernden Innovationen wie es die Erfindung des elektrischen Lichts, des Autos oder des Flugzeuges einmal waren. Auf der anderen Seite eine Biographie über einen Mann und seine Visionen, der in einer Reihe mit Menschen wie Edison, Ford oder den Gebrüder Wright genannt wird.

Tatsächlich ist die Frage, ob wir uns aktuell in einem Zeitalter des fundamentalen Wandels befinden, der unser Leben und unsere Gesellschaft ebenso nachhaltig und radikal verändern wird wie die Industrialisierung oder ob ein Ende des Wachstums erreicht ist, nicht so einfach zu beantworten.

Laut gängiger Meinung ist der 5. Kondratjew -Zyklus der Informations- und Kommunikationstechnologie zumindest im Begriff zu enden. Neue Kandidaten für den 6. Zyklus wie „Künstliche Intelligenz“, „Robotik“, „Internet der Dinge“, „Kernfusion“, „Biotechnologie“ oder „Nanotechnologie“ werden heiß diskutiert. Nach dem Sieg von AlphaGo über den koreanischen Go Meister Lee Sedol sehen einige schon das Ende der Menschheit am Horizont. Andere sind davon genauso wenig beeindruckt wie von der Tatsache, dass ein gängiger Industrieroboter jeden Menschen im Armdrücken schlagen würde.

Wie sieht also die Zukunft aus? Hoffnungslos oder hoffnungsvoll? Welche Kerntechnologien erfüllen die gemachten Versprechen, welche entpuppen sich als weit weniger leistungsfähig als erhofft? Das sind die Fragen, die sich aktuell viele Unternehmensstrategen stellen.

Wie können wir also mit der vorhandenen Ungewissheit umgehen und die vorhandenen Fragen beantworten? In der aktuellen Zeit der radikalen Umbrüche kann eine nach vorne gerichtete Unternehmensentwicklung nicht auf Erkenntnissen der Vergangenheit beruhen. Ein „Weiter so“ mit der Zielsetzung des Bewahrens wird nicht erfolgreich sein. Alles was wir kennen, müssen wir daher in Frage stellen und uns auf einen radikalen Wandel einstellen. Und diesen sollten wir nicht versuchen vorherzusagen, um bestmöglich darauf reagieren zu können. Vielmehr sollten wir ein Bild entwickeln, wie wir unsere Zukunft wünschen und alles dafür tun, um dieses zu erreichen. Sowohl für unser Unternehmen, als auch für unsere Gesellschaft. Denn eine Wahrheit bleibt: Die Zukunft ist nicht vorhersehbar, die Zukunft ist gestaltbar.

Dr. Stefan Kohn

Vice President Telekom Design Gallery

Deutsche Telekom AG

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